"Die Ideallinie verlässt niemals die Strecke!"
Ralph W. aus M.

Cartagena 2006, unser erstes fast 24h Rennen - Seite 4
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Sonntag, den 26. Februar 2006 um 14:33 Uhr
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Cartagena 2006, unser erstes fast 24h Rennen
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Part 2:

Am Montagmorgen erwache ich mit einem fürchterlichen Druck auf der Blase. Es dämmert bereits und ich suche die „Toiletten“ mit meinem Kulturbeutel auf. Ich habe den festen Entschluss gefasst heute Morgen zu duschen. Zwei Aufzünder von Alphatechnik sind sich schon am waschen und berichten, dass aus der Dusche Eiswürfel bröseln würden. Die andere „neue“ Dusche stand unter Wasser und stank dermaßen nach männlichem Urin, dass meine Sinnesorgane ein Betreten dieser Räumlichkeiten nicht überstanden hätten.
Ich bereite mich innerlich auf meine Heldentat vor, lege meine Klamotten auf die Bank und greife das Shampoo aus meinem Kulturbeutel. Ich öffne den Wasserhahn, lasse das Wasser mit einer gefühlten Temperatur von -10° spärlich auf meine zarte Haut gelangen und will mir nun die Haare waschen. Das Scheißwasser ist so kalt, dass das Shampoo nicht schäumen will. Ich nehme die doppelte Menge … und …. es passiert immer noch nichts . Ich betrachte die Shampoo-Flasche. Mist. Meine Arme sind zu kurz bzw. ich habe meine Brille nicht auf. In verschwommener Schrift entziffere ich die Buchstaben „H a a r g e l“ oder so ähnlich, oops ich habe in den Kulturbeutel von Alphatechnik gegriffen. Noch nie ist auf mein zartes Haupthaar Haargel gelangt und jetzt dies. Ich benötigte ca 1 hl Wasser mit einer Temperatur von – 10° um das Malheure zu beseitigen…. Das Gelächter von den Jungs von Alphatechnik klingelt mir heute noch in den Ohren.

8:30
Klaus Maske ruft zur Fahrerbesprechung. Ca. 80 Hondajungs die sich für 1Kilo Teuronen eingemietet haben werden auf ihren Event eingewiesen, danach werden wir verarztet. In einem Anfall von Übermut habe ich mich in der schnellen Gruppe eingetragen, so nebenbei erfährt man, wer da alles mitfährt: Waldi, Schulten, Nebel, Daemen, eine russischer Supersport-Fahrer aus der WM und und und, oops Der Himmel ist blau, die Strecke wird bald abgetrocknet sein, ein kurzer Gedanke ich sollte eventuell auf grün umbuchen, scheiße wird schon nicht so schlimm werden …..

9:00
Dirk Debus entert mit der neuen K6 – das Aufzündgerät der Sauerländer für die 24 h von Oschershausen – die Strecke und kommt nach ca. 30 min wieder rein. Er meint, dass zum Einfahren der Kiste es vielleicht gar nicht so schlecht sei, dass die Strecke noch feucht ist. Ich habe auf meiner K4 Slicks drauf, somit melde ich mich zum Einfahren für den nächsten Turn. Ich wollte schon immer mal ne K5 bzw. K6 fahren. Aufgrund dem Antizünd sollte ich derartige Aktionen aber vielleicht nicht auf einer trockenen Strecke durchführen, da ich dann vielleicht ein längeres Gespräch mit dem Suzuki-Händler meines Vertrauens führen würde bzw. müsste. Es erschüttert mich, wer alles in diesem Winter aufgerüstet hat bzw. gerade dabei ist. Ich komme mir mit meiner K4 schon wie der letzte Mohikaner vor. Egal, solange ich schneller als unser Web-Schlumpf bin ist alles in Ordnung (Hatte ich schon erwähnt, dass der langsamste von uns Schlümpfen ein Essen ausgeben muss?). Alles wird gut …..
Ich entere die Strecke und denke an bundy und hajo. Meine Idole erzählen ja immer wieder, man sollte beim Einfahren immer ein wenig die Front anheben, um die Strecke und die Streckenposten und alle anderen standesgemäß zu begrüßen. Nein Papa, die Strecke ist nass, die K6 gehört dir nicht, die Sonne blendet und überhaupt. Ich klemme und schaue mich beim Anbremsen auf Turn 1 zaghaft um, ob von hinten keiner kommt. Die ersten Runden dauern eine Ewigkeit und ich denke mir dir ganze Zeit, diese Streckenführung wirst du dir in 100 Jahren nicht einprägen können. Eine derartige Aneinanderreihung von interessanten Kurven ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Auf einmal steht da so ein Männchen mit einer schwarzweiß-karierten Flagge und meint wohl, ich sollte wieder in die Boxengasse einfahren. Nicht schlecht so eine K6, es dürfte besser für mich sein, wenn ich mich in dieser Woche diesem edlen Gefährt nicht mehr allzu sehr nähere.
Danach fahren zunächst die Hondajungs und nach ca. 90 min sind wir wieder dran.


 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30