"To finish first, first you have to finish!"
alte englische Weisheit

Cartagena 2006, unser erstes fast 24h Rennen - Seite 7
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Sonntag, den 26. Februar 2006 um 14:33 Uhr
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Part 4: Ready 4 the 4h

Mittwoch 8.2.
An diesem Morgen wachte ich wieder relativ früh auf – hatte ich schon erwähnt, dass ich ab und an unter seniler Bettflucht leide ? – schnappte meinen Kulturbeutel, frische Wäsche und verzog mich in die neuen Duschräumlichkeiten. Der span. Architekt, der diese Räumlichkeiten konstruiert hat, gehört geteert und gefedert. Diesem Schwachkopf sollte man mit Cholera infizieren, einen Lederkombi anziehen und dann in einer der Toiletten einsperren….
Die Spanolier hatten nach der Intervention vom Klaus Maske bzgl. der urinalen Überschwemmung zich Leitungen aufgeklopft und das ganze wieder halbwegs fachmännisch zugekleistert. Die heisse Dusche war ein Gedicht, es gab auch sonst keine weiteren Problem in Form von Shampoo mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum oder so ähnlich.
Danach schnappte ich mir wie üblich mein Notebook. Nach meinen gestrigen Heldentaten musste heute Morgen etwas intensiver in die Daten geschaut werden.
Ich hatte mir beim Jürgen verständnisloses Kopfschütteln eingehandelt, als ich mal so nebenbei erwähnte, dass ich im Prinzip Anfang StartZiel zweimal rauf- und am Ende wieder zweimal runterschalte und sonst alles in einem Gang fahren würde. Die Strecke selbst hat an mehreren Punkten die Uneigenart, dass man in Schräglage runterschalten müsste, ein Umstand den ich überhaupt nicht mag (Wollte ich nicht deswegen eine Antihoppsing einbauen da war doch irgend was …). Ich hatte am ersten Tag als Übersetzung 14/42 montiert. Zwecks besserer Beschleunigung war ich am Dienstag auf 14/43 gegangen, aber im Rennen stand die Kiste vor der Bergauflinks bis zu 1,5 s im Drehzahlbegrenzer (dafür ist er ja da, oder ) und in dem Linksknick vor der Palmenkurve auch noch mal knapp eine halbe Sekunde. Wenn ich es eilig hatte schaltete ich vor der Doppelrechts vor Startziel einmal runter, dann dreimal auf Startziel hoch und Ende Startziel dreimal runter. In der langen Rechts schaltete ich dann immer einmal hoch. Beim Vergleich zeigte sich dann, dass ich beim Hochschalten in der langen Rechts bei Schräglage so richtig rumschwuchtelte und knapp eine halbe Sekunde liegen ließ. Auf der anderen Seite brauche ich aber den 2.Gang auf die vorherige Schikane zu. In der Schikane ist so eine üble Bodenwelle, genau wenn man so richtig am Hahn ziehen will. D.h. aus der Schikane heraus würde der 3.Gang reichen, beim Anbremsen auf die Schikane fasste ich somit den Plan einen Gang hochzuschalten. Die Übersetzung musste ich natürlich wieder länger auf 14/42 machen. Das hat unter anderem den Vorteil einer längeren Schwinge – ich bin nicht so professionell wie Christian Kuhl ausgerüstet, der mal eben ein Kettenglied ein oder ausbaut – und somit hat man eine bessere Bremsstabilität. Das Fahrwerk ist seit Jahren auf Michelin vorne und Pirelli hinten abgestimmt. Mehr wie einen Klick rauf oder runter ist da nicht mehr notwendig. Ansonsten gilt halt wie immer, in den kurzen Beschleunigungstücken so richtig am Hahn ziehen und nicht nach dem Motto: „Ach ja, ich muss sowieso gleich umlegen, ach ja lass es gut sein“.
So Computer zu, Plan für heute ist gemacht
Insgeheim wollte ich es heute Vormittag ein bisschen ruhiger angehen lassen, da am Nachmittag die 4h angesagt waren *freu*
Ich stiftete zum Frühstück den letzten von drei Kuchen, den meine geliebte Frau Antizünd uns gebacken hatte. Auf die Frage, wer denn den Kuchen gebacken hätte, antwortete ich: „Meine Frau, ich hatte eigentlich vier bestellt, aber den letzten hat sie verweigert …“. Darauf antwortete Dirk „Ossi“ Ossenberg: „So eine Scheiße, die sollen doch einfach nur hören …“
Zum Zeittraining fuhr einmal der Dirk Debus raus und einmal ich, da jeder einmal gemäß Ansage vom Klaus Maske raus musste. Ansonsten ließen wir es uns gut gehen. Die Hondaeinchecker waren alle wech, bis auf die Mechaniker, die die zerstörten Feuerblöds vom Montag und dem Dienstag soweit es ging wieder zusammenbastelten (aus vier mach drei oder so ähnlich ) , war von den Hondajungs niemand zu sehen. Ach ja, die Armen mussten bei den knapp 40 TöffTöffs die Felgen ausbauen, Reifen wechseln, wieder einbauen und dann die Reifen einfahren. Beim Einfahren der Reifen sollen so ganz nebenbei noch einmal 2 – 3 Feuerklingen über die Klinge gesprungen sein .
Die IDMler und sonstigen Profis ließen es richtig krachen. In einem beiläufigen Gespräch erfuhr ich, dass man bei Pirelli respektive Metzeler inzwischen mit einem Warmluftdruck von 2,0 bar (!!!!) fährt. Wenn die Strecke zu kalt sei, sodass die Reifen draußen zu sehr abkühlen, wäre halt event. nachzuregeln. Soviel zu unserm Fred vor 3 – 4 Wochen bezüglich dem Anstieg der Luftdrucks bei Verwendung von Reifenwärmern und wie man das berechnet und überhaupt ….


 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30