"Ich schieb mir noch ein drittes Ei
in die Kombi und los gehts!"
Hajo A.

Cartagena 2006, unser erstes fast 24h Rennen - Seite 9
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Sonntag, den 26. Februar 2006 um 14:33 Uhr
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Cartagena 2006, unser erstes fast 24h Rennen
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Part 5: Die Dauerprüfung

Donnerstag 9.2.

An diesem Morgen wachte ich mit einem Gefühl auf, dass mir irgendetwas fehlt. War doch gestern mein geliebtes 4h-Rennen mangels Teilnehmer abgesagt worden und somit hatte ich viel zu viele Reifen in das sonnige Spanien geschafft. Ich hatte jetzt noch 2 hintere Michelin Slicks, einen Satz Pilot Race und einen neuen K2. Am Freitach war noch einmal ein GP-Rennen angesagt, was tun, Michelin oder Metzeler? Letztes Jahr war ich einmal mit dem Dirk in Anneau für die 24h von Oschershausen Michelin testen, bis auf die Wackelei war das nicht der schlechteste Reifen. Aber so richtig unter Stressbedingungen hatte ich die hinteren Michelins noch nicht getestet. Ok, für den ersten Turn machte ich irgendeinen alten Metzeler drauf und dann für den zweiten Turn gibt’s nen neuen Michelin.

Die neuen Teile mache ich mir eigentlich immer zum Rennen drauf, das zweite Mal fahr ich die Teile im Zeittraining und dann werden die Dinger im freien Training fertich gemacht. Einen neuen Michelin ohne vorherigen Test hatte ich mich nicht getraut hinten aufzuziehen, aus diesem Grund war ich ja gestern den K2 gefahren …. Ein neuer Reifen für das freie Training, mir blutete das Herz (dabei bin ich koi Schwob )
Das Frühstück - heute natürlich ohne Kuchen – war dank dem Cateringservice vom Suzuki-Händler meines Vertrauens ausgezeichnet. Es fehlte nichts – bis auf die Marmelade – aber dies zu erklären würde 5 weitere Berichte benötigen . Jürgen war etwas deprimiert, außerdem hatten wir bereits seit gestern einen weiteren Ausfall zu verzeichnen. Der arme Jörg hatte eine Schleimbeutelentzündung am Knie, er konnte das Knie nicht mehr beugen
Der morgendliche Blick in die Daten fiel relativ kurz aus: Die vier Sätze vom Dienstag gelten immer noch, solange die Profis einem 7 sec auf eine Runde aufbrennen. Wenn man von den Jungs überholt wurde, zeigte sich inzwischen, dass in den langsameren Kurvenpassagen ich nahezu dieselbe Kurvengeschwindigkeit habe und auch beim Rausbeschleunigen aus den langsameren Ecken dabei bin, aber in den Kurvenkombinationen zieht so ein eigenartiges Gummiband die Jungs auf einmal von mir wech . Auf der Bremse kriege ich natürlich auch so richtig eins übergebraten Kurzum wir waren zwar in den nächsten Level aufgestiegen, aber wir sind noch lange nicht am Ziel (Wie auch wenn man immer im Kreis fährt, he he ) und wir haben eine Mission zu erfüllen
Gestern war so ein schöner ruhiger Tag gewesen, heute Morgen war auf einmal Stress vor der Hütte. Da standen auf einmal wieder ca. 40 eigenartige Feuerklingen, nur mit dem Unterschied, dass jetzt 120 Mann zusammen 60 min Fahrzeit hatten. War das ein Betrieb …. Alle 15 Minuten die Ansage: „Gruppe XX, fertig machen zum fertigmachen …“, die Jungens kamen rein, Moped in die Hand vom nächsten gedrückt und raus. Ok, die Reifen würden warm sein, Motor auch, je nach Rundenzeit vielleicht 6 – 7 Runden fahren, karierte Flagge und der nächste Herr die selbe Dame ….
Wir hatten es ein bisschen gemütlicher. Die Gruppe grün (langsam) war mit der Gruppe orange (schnell) vereinigt worden, von den schnellen Jungs hatte Kawa sein Testprogramm durch, auch die Tschechen und ich meine auch die Russen hatten bereits zusammengepackt. D.h. wir konnten in Ruhe unsere Runden drehen und vor allem hatten wir pro Turn eine halbe Stunde

Unser Polizeischlumpf hatte sich dank Einzelbetreuung eines Instruktors mit seiner pc25 von einer anfänglichen 1.85 auf eine 1.65 hochgearbeitet. Wenn man hinter ihm herfuhr, hatte er jetzt einen schönen, runden, ausbaufähigen Fahrstil. Ich finde es obergoil, wie sich die Jungs und Mädels von Alphatechnik auch um die langsameren Fahrer kümmern

Unser Junior wurde auch immer schneller. Und das Beste: Im Umkreis von 11327 km war nicht eine Wolke zu sehen. Stefan und ich hatten ein neuen internen Wettstreit begonnen: Wer hat nach einem Turn als erster die kurzen Hosen und das T-Shirt an …. Ich glaube, diese Disziplin werde ich die nächsten hundert Jahre noch verlieren

Der Web-Schlumpf und ich hatten beschlossen heute zusammen zu fahren. Die 4h waren ausgefallen, dann besorgen wir es uns eben selbst Wir sind in der ersten Sekunde raus und als Letzte wieder rein gekommen. Wir beide haben dieses Jahr die Mission mindestens einmal an einem Bördesprint teilzunehmen …. Bis auf zwei Ereignisse gibt es keine besonderen Vorkommnisse zu berichten.
Im ersten Turn fahre ich gerade die Reifen ein und da ich gerade im Schwuchtelmodus unterwegs bin, bin ich gedanklich dabei ein Feature für ein Simulationsprogramm auszuprogrammieren … Als ich gerade die Return-Taste drücke geht mir nach der Doppelrechts am Ende der StartZiel beim Umlegen auf die Links die Straße aus Da ich ja Multitaskingfähig bin , richte ich die Kiste auf lege eine kurze Crosseinlage ein und suche mir eine Rampe ohne „Bordsteinkante“ um wieder auf die Strecke zu gelangen . Danach habe ich die Priorität des Programmiermodus geändert und mich mehr auf das Mopedfahren konzentriert
Im dritten Turn – der Web-Schlumpf ist vor mir auf der StartZiel - fährt vor uns einer von den Schnellen raus. Wir waren gerade in den hohen 46ern unterwegs, der hintere Michelin fühlte sich edel an … Da war sie meine heutige Mission, Tschuldigung Web-Schlumpf, ich habe jetzt eine Aufgabe zu erfüllen. Ich gab kurz Gas – Servus Tom – und versuchte mich an den „Schnellen“ zu dranzuhängen – Asche über mein Haupt - ich weiß nicht wer es war, weisser Lederkombi mit grünen und roten Farbflecken an der Seite. Er fuhr so gleichmäßig, der Abstand wurde nur allmählich größer, dass er mich auf eine 45.06 zog. In der nächsten Runde überholte er vor der langen Bergaufrechts einen Langsameren, ich musste in der Bergaufrechts kurz warten und überholte mit einem Wheelie den Bückling kurz vor dem Linksknick vor der Palmenkurve. Auf StartZiel zeigte der Lappenzeiter trotz dem mindestens elfundzwanzig sec dauernden Überholvorgangs eine 45.12 an Danach geriet ich in Verkehr und musste abreißen lassen. Zwei Runden später kam auch schon die karierte Flagge. Während dieser supergoilen Runden hatte ich nie das Gefühl, das ich zu irgendeinem Zeitpunkt die Brechstange ausgepackt hätte. So zwei gleichmäßige Runden habe ich in jetzt 7 Jahren Kringelfahren noch nie auf die Reihe gebracht und das Beste: ich hatte nie das Gefühl, dass ich irgendwo stark gebremst hätte. Die spätere Auswertung der Daten bestätigte dies auch, speziell mein Weihnachtsgeschenk der Bremsdrucksensor zeigte, dass ich auf der Bremse im Cruisingmodus unterwegs war .

Unser Web-Schlumpf hatte für seine Web-Seite auf-dem-Bankerl.de auch noch eine Mission diesen Abend zu erfüllen: Er benötigte ein Bild mit unserer Aufzündertruppe auf einer Bank, möglichst auf der StartZiel. In der untergehenden Abendsonne bauten wir die Bank auf, machten das eine oder andere Gruppenfoto, tranken den einen oder andern Hopfentee und Dirk „Ossi“ Ossenberg zündete ein Feuerwerk …. War das ein Tag, man hätte Helden zeugen können.

Unsere Aufzündertruppe, im Vordergrund erkennt man unsere neuste Errungenschaft die 94er… Eins von den sagenumwobenen Motorrädern ist plötzlich wieder aufgetaucht

Von links nach rechts: Stefan Debus, Angelika (sie hat 5 Tage lang meinen Namen falsch geschrieben ), Ulli (der Instruktor, der den PolizeiSchlumpf zu einer 1.68 angetrieben hat), Klaus (der Mopedcontroller von Alpha-Technik), Dirk Debus, Andy (AlphaTechnik), Connie (AlphaTechnik), Stefan R. , Sitzend: Dirk "Ossi" Ossenberg, Bernd, Matthias, Junior-Schlumpf, Jürgen Kretzer, Web-Schlumpf, Polizei-Schlumpf, Jörg, Papa-Schlumpf (man beachte die kurze Hose ) und im Vordergrund hinter der 94er: Ralf


Das Essen beim Argentinier war wieder ausgezüglich. Nach 6,5 Jahren Abstinenz ließ ich mich zum Abschluss dazu hinreissen an einer Zigarre zu ziehen …. und es gelüstete uns zu einem Grappa. Unsere Spanischkenntnisse sind ziemlich bescheiden, die Worte Grappa und Schnaps verstand er nicht, also bestellten wie einen Carachillo ohne Cafe … Er antwortete mit einem Grinsen „con sucre“, also „mit Zucker“ Er rannte los und stellte einfach eine Flasche „Brandy de Jerez“ auf den Tisch ….

Als ich nach dem einen oder anderen Absackerhopfentee mein müdes Haupt niederlegte, wusste ich, dass eine 43 möglich sein könnte ….

 

 



 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30