"Irgendwann kommt der Tag, an dem
ich schneller bin als Papa-Schlumpf"
Junior

Die Schlümpfe am Lausitzring - Seite 3
Geschrieben von: Web-Schlumpf   
Samstag, den 27. Mai 2006 um 22:49 Uhr
Beitragsseiten
Die Schlümpfe am Lausitzring
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Alle Seiten

Sonntag, Renntag:
Der Wecker macht schon wieder so hässliche Geräusche, Papa hatte offenbar auch schon wieder Druck auf der Blase – zumindest keine Spur von ihm im Schlafgemach. Mein Hals brennt wie Feuer und inzwischen brummt auch der Kopf schon ganz anständig. Also direkt nach dem Aufstehen das eine oder andere Aspirin eingeschmissen und den Streckenarzt zur Linderung des lodernden Rachens konsultiert. Der drückt mir ein paar rote Lutschtabletten in die Hand und meint „nimm aber nur alle 3 oder 4 Stunden eine, sonst bekommst Du Flitzekacke!“. Ein sehr schlumpfiger Hinweis, wäre doch sehr unangenehm mitten im Rennen plötzlich.....na ja, lassen wir das! Wenn mein Lederkombi vom Typ 'InkontinenzaGP' wäre, würde es vielleicht nix machen – aber so....
Ich lasse es mit drei oder vier frühmorgendlichen Aufwärmrunden gut sein und konserviere meine schwindenden Kräfte für die beiden Rennen des Tages. Mal davon abgesehen habe ich am Renntag eh nie große Lust auf unnötige Trainingsrunden.

Rennen 1 ist für 10:30 Uhr und 7 Runden angesetzt.
Nach verhaltenem Start reihe ich mich gefühlsmäßig irgendwo um Platz 10 ein. Nach dem anfänglichen Gerangel um die Positionen kehrt zügig Ruhe ein und ich finde mich am Ende eines Dreierpulks wieder, als zwei pfeilschnelle giftgrüne Geschosse vorbeipfeifen. Aha, die beiden Kawa-Piloten aus der IDM hatten also beschlossen das Feld von hinten aufzurollen – das erklärt auch die beiden leeren Startplätze in der ersten Reihe. In den nächsten darauffolgenden Runden passiert nicht viel und jeder bleibt auf seiner Position innerhalb unserer Gruppe, bis mein Vordermann Eingangs Start/Ziel seinem Hinterreifen zuviel abverlangt und sich relativ unspektakulär auf die Fresse legt. Durch das nötige Brems- und Ausweichmanöver, um den armen Tropf nicht zu überrollen, verliere ich den Anschluss zum verbleibenden Gegner und fahre die letzen beiden Runden einsam zu Ende bis ich schließlich als Achter abgewunken werde.
Nach einem kleinen Mittagssnack gönne ich mir noch etwas Ruhe bis zum zweiten Rennen, das diesmal über 19 Runden geht.
Start! Ich komme wieder nicht sonderlich gut weg und schwuchtle total in die erste Kurve rein. Im Geschlängel bis zur Gegengeraden zähle ich mindestens zehn Fahrer vor mir, eine Runde später ist der Zug mit der Spitzengruppe schon abgefahren. Mit einem weiteren Piloten bilde ich eine einsame Zweiergruppe, sowohl vor als auch hinter uns ist viieel Luft. In einigen Ecken könnte ich etwas schneller als er, zum überholen reicht es aber nicht ganz – oder in anderen Worten: ich hab zu viel rumgeschwuchtelt und kam deshalb ums verrecken nicht nah genug ran. So dauert es weitere sieben Runden bis ich mir Eingangs der APCOA Kehre endlich sagte „jetz sei endlich ein Männerschlumpf und überhol den Sausack auf der Bremse!!“. Gesagt, getan – schwupps und vorbei. Warum hat das eigentlich so lange gedauert? ;-) Im Anschluss daran ziehe ich bis ins Ziel meine Runden so einsam wie Tom Hanks auf seiner Insel. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, andererseits ertappe ich mich dabei wie mir ein paar Ecken von dieser gehassten Strecke doch tatsächlich Spaß machen – vor allem Kurve 11, der Vollgas-Rechtsknick aus dem man so schöne schwarze Striche ziehen kann.
Irgendwann steht dann auch der Robert auf der Strecke und wedelt mit der schwarz-weissen Flagge. Gewertet werde ich am Ende auf Position 9 und habe damit in beiden Rennen zumindest das gesetzte Ziel „Top Ten“ erreicht.


 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30