"Racing is life, everything else is just waiting."
Steve McQueen

Home Erfahrungsberichte Saison 2007 Albacete & Catalunya
Albacete & Catalunya, die spanische Woche der Schlumpfenbande - Seite 16
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Samstag, den 17. März 2007 um 19:22 Uhr
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Dienstag, 06.03.2007:

Der Tag begann wie so oft mit einer Tasse Kaffee und der baldigen Entscheidung erst beim zweiten Turn ins Geschehen einzugreifen... also erst mal gaaanz langsam loslegen, schneller werden stand ja heute eh noch auf dem Programm. Die Tagesplanung sah vor am Vormittag noch die alten Reifen aufzureiben um dann nach der Mittagspause mit frischem Material auf Zeitenjagd zu gehen. Dafür hatte ich mir extra noch einen nagelneuen hinteren Brückensteinslick aufgehoben, den ich hier zum ersten Mal testen würde. Davids Plan sah sehr ähnlich aus und so beschlossen wir wieder unsere Turns gemeinsam zu fahren. Junior wollte einfach wieder möglichst viele Runden abspulen, sich stetig verbessern und natürlich jede Menge Spaß auf seinem neuen Zündgerät haben. Papa, gestern ja leider zum vorzeitigen Ruhestand gezwungen, plante im Lauf des Tages mal ein paar Fotos von uns zu schiessen und sich ansonsten Ruhe zu gönnen damit wir noch am selben Abend die Heimreise würden antreten können.

Die Vormittags-Turns verliefen ohne besondere Vorkommnisse, nur die Strecke kam uns etwas belebter vor und es war nicht eine einzige freie Runde drin. Also nutzten wir die Gelegenheit zum üben diverser Überhol- und Ausbremsmanöver, was ja durchaus auch Freude machen kann.
In der Mittagspause machte ich mich daran, den inzwischen ausgedienten Hinterreifen zu entsorgen und montierte den jungfräulichen Brückenstein. Dieser sollte mich bei dem simplen Ziel, unter 2 Minuten pro Runde zu schaffen, tatkräftig unterstützen. Nach getaner Arbeit gönnte ich mir erstmal ein kleines Nickerchen – irgendwie waren die inzwischen viereinhalb Tage Rennstrecke doch in meinen untrainierten Knochen zu spüren.
Dann gings endlich los! Irgendwie schien der Zeitpunkt nach Mittag nicht die schlechteste Wahl gewesen zu sein. Die Strecke schien mir zwar immer noch voll, aber nicht gar so überfüllt wie zuvor. Offenbar musste sich der eine oder andere Zünder noch von der Fressnarkose erholen Nach der Aufwärmrunde und einer schon recht zügigen weiteren Umrundung wollte ich es wissen. Ich kam ganz passabel aus der letzten Rechts auf Start/Ziel, machte mich klein, lud alle Gänge durch und wartete auf das Ende dieser verdammt langen Geraden. Bei ziemlich genau zweihundert Metern warf ich den Anker und bog, wie schon approximativ 50 Runden vorher, irgendwie zu langsam in die erste Rechtskurve ein. Mist, da könnte man es noch viel besser reinlaufen lassen. Dann links hoch und gleich wieder in diese endlose Rechts, die immer weiter aufmacht und man nach einem Schaltvorgang im vierten Vollgas auf die nächste, relativ enge Rechts zufliegt. Ausgerechnet jetzt musste ich auf einen langsameren auflaufen! Aber der Abstand passte grade so, dass ich mich beim aufziehen weit raustragen lassen konnte und ihn vor der 2.Gang-Bergablinks ausbremsen konnte. Weiter bergab durch den schnellen Linksknick auf die nächste Links, diesmal wieder bergauf, zu. Dann heissts sofort wieder rechts umlegen und dabei kippt die Drehzahl schlagartig nach oben – diese Passage macht so dermassen viel Spaß, das muss man einfach erlebt haben Weiter gehts noch immer bergauf zur nächsten Rechts, die geht über die Kuppe und ist komplett blind. Ausgerechnet hier musste sich wieder ein langsamerer Zeitgenosse tummeln, verdammt. Doch wieder hatte ich mehr Glück als Verstand. Denn wieder passte der Abstand grade so und ich konnte im Vertrauen schon die richtige Linie zu treffen früh ans Gas, so dass ich mich am Ausgang knapp aussen daneben setzen und das Gas für die nun folgendende Gegengerade stehen lassen konnte. Brachte im Moment zwar nun nicht so viel, da der Kontrahent mit seiner verfluchten 1000er nach vorne wegzog – doch auf der Bremse schwuchtelte er etwas rum und ich konnte vollstrecken und entspannt in die enge Links einbiegen. Beim Blick bergauf zur folgenden Rechts erspähte ich den nächsten Gegner und hoffte auf ähnlich gutes Timing wie beiden letzten beiden. Ausgang der Rechts war ich schon fast hinter ihm, versuchte so zügig wie ich mich nur traute unter heftigem Adrenalinausstoss durch die folgende Bergabrechts zu fliegen und setzte mich vor der finalen Rechts daneben und ging innen durch. Obwohl das nicht grade die Ideallinie ist kam ich wieder ganz passabel aus der Kurve, machte mich klein, lud die Gänge durch.....und hatte eine hohe 1:59 auf dem Laptimer. Ich freute mich so, dass ich mich in den ersten Kurven gar nimmer konzentrieren konnte und erstmal gleich wieder auf eine 2:01 abfiel. Rhythmus und Fluss wurden aber wieder besser und nach ein paar weiteren 1:59ern stand irgendwann eine 1:58,70 auf der Uhr... War das ein geiler Turn auf dieser hammergeilen Piste! Das Grinsen muss mir wie eingemeisselt im Gesicht gestanden haben. Völlig geschafft und sehr zufrieden stellte ich meine treue R6 in der Box ab und gönnte mir ein schönes Käffchen.



 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30