"You live more on a motorcycle in 5 minutes
than some people do in a lifetime."
Kevin Schwantz

Home Erfahrungsberichte Saison 2007 Albacete & Catalunya
Albacete & Catalunya, die spanische Woche der Schlumpfenbande - Seite 5
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Samstag, den 17. März 2007 um 19:22 Uhr
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Donnerstag, 01.03.2007 - aus Papa’s Sicht:

Das goile an Albacete ist die klimatische Lage im Frühjahr. Morgens ist die Strecke noch recht kalt, sodass die geliebte Aufzünderei erst um zehnhundert beginnt. D.h., man kann sich abends den gesellschaftlichen Verpflichtungen hingeben, ohne am näxten Morgen ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Der Zeitplan wollte es – und wir wehrten uns nicht wirklich dagegen - dass die schnelle Gruppe erst um 10.30 Uhr zur ihren Heldentaten aufzubrechen hatte. Ich glaube, dass ich anderer Stelle schon mal angedeutet habe, dass ich von den 24h in Oschershausen träume. Diesen Tag hatte ich mir vorgenommen den einen oder anderen Longrun zu absolvieren. Den ersten Turn benötige ich normalerweise als Warmup, sodass ich am Abend zuvor einen total ausgelutschten Michelin hinten montiert hatte. Das wirkliche schwarze Gold benötige ich für die ersten 15 min normalerweise noch nicht. Ich enterte die Strecke mit leicht erhobenem Vorderrad und begann mich einzurollen. Es dauerte ungefähr 5 Runden bis Dirk mich mit seiner 59er überholte und sich fragend umblickte. Warum schalte ich in so einer Situation sofort die Birne aus? Ich wechselte vom Warmup-Modus in den Cruisingmodus und der Lappenzeiter zeigte die ersten 44er Zeiten. Papa, cool down! Du hast den ganzen Tag noch vor dir!! Ich benötgte ca. 3 Runden bis ich innerlich zu dem Ergebnis kam, dass ich es in Anbetracht der hinteren Reifensituation vielleicht etwas ruhiger angehen lassen sollte. OK, ich hob nach der Schikane die Hand und verließ die Arena der Aufzünder. Ich kam zur Box und sah einen ziemlich niedergeschlagenen David. War doch die Schweißnaht eines Verbindungsrohrs zwischen 3. und 4. Krümmer gerissen und er hatte seine Kleine um die halbe Strecke geschoben (keine Ahnung warum sich der Schandwagen um ihn nicht gekümmert hat). Er meinte, dass es auf der Gegengeraden zur schnellen Rechts doch tatsächlich bergauf gehen würde. Er hätte vorher schon mal eine derartige Vermutung gehabt, da seine Kleine auf diesem Stück immer fast ausgehen würde. Ein Umstand der uns Kilo-Fahrern in dieser Form eigentlich nicht bewusst war . Miguel organisierte eine Werkstatt, die den Krümmer im Laufe des Nachmittags schweißen sollte. Schade für David war dieser Tag gelaufen .
Ich wechselte die hintere Felge und bereite mich auf den ersten richtigen Turn vor. Es gab nicht viel zu berichten, ich fuhr und fuhr und fuhr und plötzlich leuchtete eine eigenartige gelbe Lampe, die mich daran erinnerte, dass dieser Zustand der Ekstase nicht ewig dauern würde. Ich rollte in die Boxengasse, schob den Boliden in die Box und bereitete ihn auf den näxten Run vor. Ich gönnte mir ebenfalls eine kleine Stärkung und schaute dem Treiben zu. Junior war mit seiner Neuerwerbung richtig glücklich, ab und an haderte er mit sich, aber alles sollte gut werden .
Der nächste Turn begann unspektakulär. Auf einmal kam Dirk vorbei – oder bin ich auf ihn aufgelaufen, ich weiß es nicht mehr – und wir begannen gemeinsam zu kreiseln. Mein Vorderradreifen hatte seinen Höhepunkt schon hinter sich und ich konnte sein nun angeschlagenes Tempo nicht ganz mitgehen. Dirk tat mir aber den Gefallen auf Start-Ziel immer die 0,3 sec zu warten, die ich auf ihn verlor. Wir bewegten uns die ganze Zeit in 42 und 43er Regionen. Gestern hatte ich schon eine 42 in den Asphalt mit Gewalt gebrannt, heute gingen diese Zeiten trotz angeschlagenem Material bereits spielend. Nach knapp einer 3/4 Stunde fuhren wir in die Boxengasse und ….. wechselten die Mopeds und fuhren wieder raus, hehe.
Ich saß das erste Mal auf einer 24h-Hure. Nach dem Desaster letztes Jahr – Dirk war nach 22,5 h mit 5 Runden Vorsprung in Führung liegend wegen einer gebrochenen Schaltwelle per Highsider über die 59 gegangen – haben sich die 59er eingebildet einen Schaltautomaten fahren zu müssen. Ich beschleunigte und betätigte den Schalthebel ohne das Gas zurückzunehmen. War das ein geiles Gefühl …. Ich bremste die Hairpin an, gut, das gefällt mir. Die Sitzposition war nichts für mich. Auf meinem Boliden sitze ich gefühlt 1 m höher. Beschleunigen auf die Aufziehlinks, beim Umlegen von der Hairpin auf die Links geht der Schräglagenwechsel leicht vonstatten. Nicht schlecht, so ne Kilo-K5. Ich fahr in die Aufziehlinks rein, Scheiße wo soll ich meine Haxen verräumen. Diese Sitzposition bringt mich um. Ich beschleunige auf den schnellen Linksknick zu. Oops, hat die Kiste nen Bums, ich glaube ich sollte mal bremsen. Beim ersten Durchfahren der schnellen Links brauch’ ich gleich die Außencurbs, Mist und die ganze Zeit gilt „Big brother is watching you“, was ich ihm nicht gleich beichte sieht er später auf dem Datarecording. Und ihm als unbestrittenem Meister des Datarecordings entgeht nichts, rein gar nichts , versprochen


 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30