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Steve McQueen

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Schlumpfiges Saisonfinale in Brno - Seite 2
Geschrieben von: Web-Schlumpf   
Samstag, den 13. Oktober 2007 um 21:36 Uhr
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Schlumpfiges Saisonfinale in Brno
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Das 7-Runden-Rennen der Kilotreiber stand als erstes auf dem Stundenplan. Papa bereitete seine alten Muskeln wie üblich mit ein paar Dehnübungen auf die bevorstehenden Heldentaten vor.
Der Start verlief gut und die erste Runde noch besser. Er kam nach dem ersten Umlauf als 29. über die Linie, hatte also schnell mal zehn Plätze gut gemacht. Zur Rennmitte kämpfte er sich noch bis 25 vor und balgte sich rundenlang mit Thomas, einem sympathischen Franken. Am Ende überquerte Papa-Schlumpf als 27. die Zielflagge und kam mit einem breiten Grinsen in die Boxengasse. Offenbar hatte er Spaß gehabt :-)

Während die 750er und Zweitöpfe um die Wette fuhren, stimmten wir Kindermopedfahrer (wie Papa uns 600er Helden ;-) immer nennt) uns auf das bevorstehende Gemetzel ein. Nach den üblichen blöden Sprüchen und gegenseitigen "viel Glück"-Wünschen machten wir uns auf in die Besichtigungsrunde um unsere Startplätze einzunehmen.
Wow, erste Startreihe. Ein irgendwie schaurig schönes Gefühl da vorne. Vor mir freie Sicht auf die Gerade. Hinter mir ein ganzes Rudel wilder Barbaren, bereit für die Schlacht! Da werden Überlebensinstinkte wach... ;-)

Nach gesitteter Aufwärmrunde nehmen alle Aufstellung, die Aufregung weicht langsam der Konzentration, die Startampel setzt sich in Betrieb, Motoren heulen auf, und los geht's - Blitzkrieg! Mein Start ist wie immer durchwachsen, rechts fliegt Jens vorbei wie aus der Kanone geschossen, links zieht Lutz einen Kondensstreifen hinter sich her. Nach der ersten Runde liege ich auf Platz 6 und bin direkt hinter Lutz, meinem direkten Gegner in der Jahreswertung. Natürlich ist es völlig egal ob ich nun sechster oder siebter in der Gesamtwertung werde, aber der Motivation kann ein klares Ziel auch nicht schaden. Die Mission war also unserem Lutzi dieses Wochenende mindestens 4 Punkte abzunehmen. In der Rechts zur Senke runter war es dann soweit, ich bremste einen Tick später und konnte vorbei gehen. Die erwartete Gegenwehr blieb erst mal aus.
Im Anschluss schloss ich schnell auf David auf, der wiederum an Jens dran hing. Für die nächsten beiden Runden flogen wir als Dreierpulk um den Kurs. David machte den Eindruck als könnte er einen etwas schnelleren Rythmus fahren, um an Jens vorbei zu gehen reichte es aber noch nicht ganz. Am Ende der Gegengeraden hinterm Fahrerlager erwischte David die Links nicht optimal, ich fackelte nicht lange und setzte mich rechts neben ihn um in der folgenden Rechts durchschlüpfen zu können. Der Plan ging auf, erst mal. Durch die etwas engere Linie erwischte ich den Kurvenausgang wiederum nicht optimal und David, der Lump, konnte sofort erfolgreich kontern. Von dieser Aktion offenbar wachgerüttelt nahm er sich kurz darauf auch gleich noch Jens zur Brust.

Während ich die nächsten beiden Runden mit etwa 10cm Abstand an Jens' Hinterrad klebte, versuchte David verzweifelt Ansgar seinen zweiten Platz streitig zu machen. Der fuhr aber permanent Kampflinie und schmiss sämtliche Türen zu...
Auch in der letzten Runde reichte es für mich nicht um an Jens vorbei zu kommen. Doch in der letzten Linkskurve, nach Horsepower-Hill, ging ihm der Hinterreifen weg und er musste kurz aufmachen. Ich nutze die Gelegenheit und drückte mich beim umlegen nach rechts vorbei, erwischte den Scheitelpunkt aber nicht optimal. Trotzdem gab ich so früh wie nur irgendwie möglich Vollgas und blies zur Flucht in Richtung Ziellinie, verfolgt von der Angst Jens' Vorderrad würde sich jeden Moment neben mir zeigen. Aber es schien zu reichen und ich wurde als Vierter, mit nur 0,04 sec Vorsprung, abgewunken :-)

Jens erzählte mir später er hätte wohl locker wieder an mir vorbei gehen können, wenn nur der verdammte Gang nicht rausgesprungen wäre.... :-P

Etwa eine Sekunde vor uns hatte auch David noch einen Weg an Ansgar vorbei gefunden und sicherte sich mit 0,03 sec den zweiten Platz. Carsten, der schon seit Oschersleben in der Gesamtwertung uneinholbar war, holte sich den Rennsieg mit gut eineinhalb Sekunden Vorsprung.

Zurück in der Boxengasse, verkündete Robert noch ich hätte mit einer 2:15,2 die schnellste Rennrunde gefahren. Darauf war ich schon ein bisschen stolz, und das Feierabendweißbier schmeckte gleich noch a bisserl besser ;-)

Den Abend ließen wir mit Gegrilltem und dem einen oder anderen Hopfentee in der Box des Bauch Racing Teams, auch bekannt als die Strobls, in gemütlicher Runde ausklingen...



 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30