"To finish first, first you have to finish!"
alte englische Weisheit

Home Erfahrungsberichte Saison 2008 Albacete: Frühlingsfrische
Die Schlümpfe in der Frühlingsfrische von Albacete
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Donnerstag, den 13. März 2008 um 22:52 Uhr
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Die Schlümpfe in der Frühlingsfrische von Albacete
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Nachdem die Zielflagge beim 4h-Rennen in Brünn im September gefallen war, begannen wir die Tage bis zum 22.02. zu zählen. Sollte dies doch der Tag zur Abfahrt nach Albacete sein, dem jährlichen Event von Suzuki-Debus in Albacete. Geplant fahren 5 Tage kreiseln in der Frühlingsfrische mit abendlichen gesellschaftlichen Verpflichtungen in der Innenstadt von Albacete in dem einen oder anderen Steakrestaurant Cool und anschließend dem einen oder anderen Absackerhopfentee in der einen oder anderen Box....

Zu tun hatte ich bis auf einen Ölwechsel an meiner Kilo K4 eigentlich bis dahin nichts. Neben den üblichen Verdächtigen wie Dirk, sein Bruder Stefan, Ralf, Jürgen, Zappa und und und hatten diesmal aus dem hohen Norden Carsten Thiemann und Jens Krause mit eingecheckt. David war diesmal leider nicht dabei.
Gegen Weihnachten ergab sich die Möglichkeit event. eine Unfall-K5 käuflich zu erwerben. Papa träumte mit 2 Möppies in Albacete anzutreten und in den 5 Tagen so nach und nach auf die K5 umzusteigen. Der Plan scheiterte mangels Frachtraum und so begann ich die K5 auf den Kringel vorzubereiten, nun wurde die Zeit dann doch ein bisschen knapp. Plastik war schon dran, die Gabel hatte jedoch einen Schuss und konnte in dieser Form nicht verwendet werden. Also begann ich meine k4 so nach und nach zu schlachten und in die k5 einzubauen. Gabel, Akra (laut Hajo würde die angeblich passen), hinterer Öhlins, Datarecording, Fußrasten, Sturzpad, Lenkerstummel… Es war also eigentlich gar nichts zu tun. Nebenbei musste ich noch mit meinen Studienkollegen und meiner family ein bisschen Skifahren (insgesamt mal eben 10 Tage Cool ). Also wurde die Zeit dann doch ein bisschen knapp. Probleme tauchten im Prinzip fast keine auf, für die Akra musste der vordere Kühlerhalter geändert werden und die vordere Bremse ging nach 5 – 6 mal Bremshebel ziehen mal eben auf Block, Shocked . Wir hatten die Vermutung, dass wir beim Umbau von k4 auf k5 vielleicht die Bremspumpe geschlachtet hatten. Also wurde mal eben die Bremspumpe gewechselt, aber es änderte sich nichts. Es zeigte sich, dass die fehlenden Bleche hinter den Einzelbremsbelägen dafür verantwortlich waren, dass sich die Kolben nicht richtig zurückstellten und somit die Scheiben nicht wieder freigaben. Soviel zum Thema mal eben irgendein sinnloses Blech von einem ansonsten funktionierenden Bremssystem weglassen ….

Junior und Web begannen schon mal Lego zu spielen. D.h. es waren zwei Möppies in einen Anhänger mit 2,50 m Länge, 1,40 m Breite und 1,60 m Höhe zu verstauen, dazu ein Reifenstapel so hoch wie der Mount Everest und das eine oder andere Kleinod was in der spanolischen Hochebene dringend gebraucht werden würde. Das dritte Möppie – also meins, ich war ja noch nicht fertich - sollte dann vorne in den Bus. Am Samstag vor der Abfahrt gelangen mir dann doch noch zwei Platzrunden auf dem Firmengelände von Junior’s Papa, ich schaltete zumindest mal eben bis in den dritten Gang Cool.
Estimated departure time war Freitach, zwölfhundert. Am Donnerstag brach die Welt über mir im Büro ein und ich hatte die Befürchtung ich würde es nicht schaffen. Also wurde die Abfahrt auf dreizehnhundert verschoben. Am Freitachmittach war es dann so weit, hatte ich es doch irgendwie mit Hilfe meiner Teamkollegen geschafft alles fertich zu kriegen. Um dreizehnhundert gingen wir auf die Bahn, dieses Mal wollten wir über die Schweiz fahren, von Oberbayern spart man sich so ca. 150 km bis nach Albacete. Sonnenbrille auf und los ging’s. In Lausanne übernahm ich das Volant vom Junior und schaffte es bis irgendwo hinter Montpellier, dort übernahm Web der es bis irgendwo vor Valencia schaffte. Nach einem Kaffee übernahm im Morgengrauen wieder Junior das Steuer und wir begannen bei ca. 12° um 07.30 Uhr den Aufstieg bei Valencia in die spanische Hochebene. Die Temperatur sank und irgendwann wurde es nebelig, die Temperatur ging gegen Null, :oops . Auf einmal wurde es wieder heller. Plötzlich fuhr vor uns ein spanischer Streifenwagen mit Blaulicht in die Autobahn ein und kurz vor einer Kuppe, 23 km vor Albacete, stand plötzlich alles. Ein spanischer, roter Kleinwagen hatte einen Kleinlaster abgeschossen und sich danach überschlagen. Die roten Blutspuren auf der Fahrbahn verhießen nichts Gutes. Beruflich darf ich mit so was sehr oft auseinandersetzen, ich hoffe der arme Spanier hat den Crash überlebt, ich habe da so meine Zweifel Shocked Shocked . Nach ca. 2 h war die Fahrbahn wieder frei und wir nahmen die letzten 23 km in Angriff. Am Kringel angekommen zeigte es sich, dass wir die Ersten waren. Nach Abgabe von einem Fuffi als Pfand nahmen wir den Boxenschlüssel in die Hand und begannen uns häuslich einzurichten. War das ne goile Box. Vorne standen unsere Kleinen einträchtig nebeneinander, nach hinten zum Wohnbereich abgetrennt durch ein Reifenregal mit anschließender Bierbank, welche das Medienzentrum beinhaltete. Im Wohnbereich war ne Küchenzeile und die Sitzecke untergebracht: „home sweet home“.

Gegen 17.00 Uhr legten wir uns ab und erwachten gegen 20.00 Uhr, duschten und enterten die Innenstadt von Albacete. Um 21.30 Uhr bekamen wir einen Tisch im El Callejon. Das Essen war wie in den letzten Jahren fürstlich, nur riss die Rechnung ein kleines Loch in mein Budget, da ich mich irgendwie bei meinen Teamkollegen für ihre Hilfe beim Aufbau meiner K 4,5 erkenntlich zeigen musste ?.
Wieder daheim öffneten wir noch den einen oder anderen Hopfentee, empfingen die eine oder andere SMS mit den Standortmeldungen von Zappa und Jürgen (die beiden reisten wie die meisten der Truppe mit einem Reisebus gen Albacete) sowie Carsten und Jens, die mit nem Vito den einen oder anderen Blitzomat in Frankreich und Spanien testeten Shocked Cool .
Aus meiner K5 war eine K4,5 geworden: Vorderradgabel mit Bremsanlage und Vorderrad von der K4, der hintere Öhlins hatte die Geometrie für eine K4. Aber das alles sollte sich im Laufe der Woche ändern. Dirk hatte mir verraten, dass Steven, ein belgischer Aufzünder mit einem Öhlins-Service-Center, vor Ort sein würde. So nach und nach sollte aus meiner K 4,5 eine vollwertige K5 werden, dies war eine Ansage!

 


Der Sonntag ist schnell erzählt. Geweckt wurde ich von einem unangenehmen, leichten Prasseln auf dem Dach. Der Drecks-Wetterbericht von wetter.de bzw. wetter.com sollte seine Richtigkeit haben. Aber das Kreiseln sollte ja erst morgen losgehen und für morgen waren um die 15° und trockene Piste angesagt, wie übrigens für den Rest der Woche Cool .
So nach und nach trafen die Aufzünder ein. Zunächst Bernd, dann Ralf und Stefan (ihn hatte ich sehnsüchtig erwartet, da mir noch ein wichtiges CAN-Kabel für mein Datarecording fehlte), dann trafen Dirk und Stefan ein, Carsten und Jens und irgendwann der Bus aus Siegen mit dem Rest der Aufzünder. Carsten meinte, dass sie auf der Fahrt so ziemlich jeden Blitzomat am Streckenrand getestet hätten Shocked . Ich hatte mir 30 Teuronen ans Bein gebunden und die Blitzerliste vom TomTom installiert, meiner Meinung nach nicht die schlechteste Investition, zumindest die festinstallierten Teile haben uns in Ruhe gelassen, hehe.
Gegen Abend hörte es dann endlich auf zu nieseln (Hajo hätte den Mist bestimmt norddeutschen Monsun genannt Wink ). Wir hatten untereinander viel zu erzählen, manch einen von den Hackfressen hatten wir seit 51 Wochen nicht mehr gesehen.

Am Montagmorgen wachte ich mit einer gewissen Grundnervosität auf, es hatte die Nacht nicht mehr geregnet (bildete ich mir zumindest ein). Irgendwann war Fahrerbesprechung, das Fahren sollte um 10.00 Uhr losgehen: 2 Gruppen, unterteilt in schnell und langsam, die Schnellen sollten immer zur vollen Stunde starten. Am Morgen war für die Frischlinge jedoch Instruktorenfahren angesagt. Ich war auch als Instruktor eingeteilt, aber da meine Kleine noch keinen Rollout hinter sich hatte, sagte ich ab. Unserem Web und Junior hat das Ganze sicherlich ganz viel Spaß gemacht, hihi. Die Strecke begann dann ab 11.00 Uhr abzutrocknen. Ich plante so gegen 12.00 Uhr den ersten Rollout. Gesagt getan, die Strecke begann auf der Ideallinie abzutrocknen und ich drehte mit meiner Kleinen die ersten Runden. Langer Rede kurzer Sinn, ich hatte das Gefühl, das könnte der Anfang einer wunderbaren Beziehung werden. Meine K 4,5 fühlte sich prächtig an, die K4 Gabel funktionierte, das Hinterteil passte noch nicht wirklich, aber dieses Problem würde Steven lösen. Ich kam mit einem Grinsen zurück. Kurz drauf kam Web wort- und grußlos in die Box gerollt. Mit ihm rollte der eine oder andere Kieselstein in unsere Residenz Shocked . Die Reifen waren ziemlich weiß, so ziemlich jeder weiß, was dies bedeutet ….. Web hatte ein bisschen Arbeit vor sich, der Schaden hielt sich jedoch glücklicherweise halbwegs in Grenzen. Junior war sofort in seinem Element, seine Samaritergene bekamen innerhalb von 0,34 sec die Oberhand und er begann mit Web zu basteln. Web war in seiner zweiten oder dritten Runde beim Einlenken in die Aufziehlinks (Turn 5) das Hinterrad in einer Bodenwelle weggegangen. Mir wurde angetragen, dass er nach der letzten Instruktorenfahrt zu faul war Reifenwärmer aufzuziehen …..
Ich brachte meine K5-Gabel mit einem neuen Tauchrohr zu Steven. Das linke Tauchrohr hatte eine bleibende Verformung vom Lenkerstummel und war zu tauschen. Ansonsten sollte die übliche Öhlins-Stufe 3 eingebaut werden. Auf dem Rückweg fiel mir ein, dass mich Steven gar nicht nach meinem zarten Gewicht gefragt hatte. Ich drehte um und wollte ihm die wichtige Mitteilung machen, er meinte nur: „where ist the problem, your weight is 92 kg Very Happy …“ Ich grinste und drehte ohne weitere Worte um.
Anschließend gingen Ralf, Dirk und ich raus. Ralf hatte von Dirk die 24-Hure von 2006 übernommen und den Motor von Herrn LKM etwas auffrischen lassen Cool , ich merkte sofort, dass er sich im Gegensatz zu seiner alten R1 auf der K5 pudelwohl fühlte. Die Strecke war nun trocken und wir drei ließen bis zum Abend keinen Turn mehr aus. Dirk hatte zwei Möppies dabei. Zum einen die 24h-Hure von 2007, mit diesem edlen Teil landete er mit Peter und Bob hinter den beiden Werks-BMWs auf dem Podest in der Open-Klasse, und zusätzlich eine neue K8. Beide Möppies waren mit wunderschön gülden glänzenden Öhlinselementen ausgerüstet *träum* . Neben seinen Turns zur vollen Stunde mit Ralf und mir rollte er in den Turns zur halben Stunde mit dem jeweils anderen Möppie raus, er hatte ja zwei Motorräder abzustimmen Cool . Ich dachte immer, ich würde recht viel fahren, im Vergleich zum Dirk bin ich anscheinend ein Weichei Rolling Eyes .
In der Zwischenzeit kam Steven mit meiner umgebauten Gabel vorbei und kümmerte sich nebenbei um die Umbauwünsche vom Dirk. Um 17.30 bekamen wir die karierte Flagge, ich rollte in die Box, hängte meine K4,5 an der Decke auf und baute den hinteren Stoßdämpfer aus und brachte ihn zu Steven. Nicht ganz ein Stunde später baute ich das Teil wieder in meine K4,5 ein. Die Gabel wollte ich heute nicht mehr wechseln. Web und Junior hatten die leicht lädierte R6 wieder zusammengetapt und somit konnten wir uns in das spanische Nachtleben stürzen … Der Abend klang in unserer Box aus. Jens klärte uns hinsichtlich des optimalen Mischungsverhältnisses von Barcadi und Cola auf. Man nehme auf einen Teil Cola mindestens zehn Teile Barcadi oder so ähnlich … Nachdem der Resetknopf so richtig gedrückt war, zog ich mich in die Schlafgemächer zurück Very Happy


Gegen 07.00 Uhr musste ich dem gestrigen Getränkekonsum Tribut zollen, glücklicherweise war dieses stimmungsdrückende Prasseln die Nacht nicht zu vernehmen gewesen. Ich öffnete die Schiebetür von unserem Schlumpfenmobil und oops, alles pitsche patsche nass Shocked Nachdem wir vom Nachtleben aus Albacete zurückgekommen waren, war Nebel aufgekommen und selbiger Drecksnebel hatte sich auf die Botanik niedergelassen und alles eingenässt Shocked . Ok, das sollte also ein lässiger Morgen werden. Ich begab mich in die Schlumpfenküche und begann den Kaffee und die Rühreier für annähernd 8 – 10 Aufzünder vorzubereiten. Laut Lucky Luke gehe man folgendermaßen vor: Man nehme ein Pfund Kaffee, feuchte diesen ein wenig an und lasse das Ganze dann etwa eine Stunde kochen. Anschließend möge man die Hufeisenprobe machen. Geht das Hufeisen unter, war es zu wenig Kaffee Wink . Unserem Suzuki-Händler unseres Vertrauens (Jürgen) brachte ich sogar einen Kaffee ins Schlafgemach, nein nein ich wollte mich nicht einschleimen. …. Wir frühstückten gemütlich, die Großwetterlage war ziemlich bescheiden und so beschloss ich auf mehrfaches Anraten von Carsten aus meiner Kleinen eine vollwertige K5 zu basteln und das Werk annähernd zu vollenden. Hierzu war jedoch nicht nur die Gabel mal eben umzustecken, ich musste die Bremsanlage komplett neu aufbauen. Bei unserem Snoopy hatte ich mich u.a. mit stahlummantelten Bremsleitungen eingedeckt, außerdem war der Bremsdrucksensor einzubauen und in den Kitlogger einzupinnen. Dank einem Profientlüftungsgerät von Jürgen ging der Aufbau der Bremsanlage relativ zügig voran.
Auf einmal riss der Himmel auf und man konnte der Strecke beim Abtrocknen zuschauen. Jetzt wurde die Zeit dann doch knapp. Junior stellte mir seine Vorderradfelge mit einem neuen Michelin zur Verfügung und gegen 14.10 Uhr begrüßte meine kleine K5 Very Happy mit leicht erhobenen Vorderrad die Strecke. Zur halben Stunde wurde ich abgewunken und kam mit einem Grinsen zurück, bei dem die Gefahr bestand, dass man es nur operativ entfernen konnte Very Happy.
Von den nächsten Turns ist nicht viel zu berichten. Ralf verweigerte einmal, da er über leichte Kreislaufprobleme klagte. Um 17.00 Uhr gingen Dirk, Ralf und meiner einer in dieser Reihenfolge wieder raus. Dirk zog allmählich das Tempo an, unsere Reifen waren warm und wir begannen Spaß zu haben. Man merkte Ralf richtig an, dass es ihm gut tat in diesen Geschwindigkeitsregionen um den Kringel zu fahren. Auf der Start-Ziel liefen wir auf eine langsamere Gruppe auf. Vorne fuhren in der Gruppe Stefan und Jürgen. Dirk kämpfte sich durchs Volk und überholte seinen Bruder Stefan. Stefan zog sofort an und riss ein Loch zum nachfolgenden Jürgen. Jeder der mit den beiden Debus-Brüdern schon mal Möppie gefahren ist, weiß dass es nun richtig schnell werden wird. Ralf wollte latürnich sofort an Jürgen vorbei, denn wenn er zu lange hätte warten müssen, wären die beiden weg gewesen …. Beim Anbremsen auf Turn 5 (dem aufmerksamen Leser dürfte nicht entgangen sein, dass dies Web’s Lieblingskurve ist Wink ) war ich ca. 2 m hinter Ralf und konnte förmlich seine Gedanken lesen: „Ich muss so schnell wie möglich an Jürgen vorbei …“. Ralf wollte aus der Aufziehlinks raus Jürgen überholen. Am Bremspunkt waren die beiden nebeneinander und Ralf 3,20 m links von den rechten Curbs ….. Das konnte nicht gut gehen. Ralf bremste und irgendwann überbremste er das Vorderrad und flog ca. 5 m vor mir ab. Das nächste was ich sah: Er ist mit dem Kopf so knapp 3 m in der Luft, die Füße zeigen nach oben und das Möppie in gleicher Höhe ca. 3 m neben ihm. Das war nicht gut .....
Damit war der Tag gelaufen Sad . Ralf wurde von den Sannis in unsere Box gebracht, sein Kreislauf sackte noch mal weg und die Sannis brachten ihn ins Krankenhaus. Dirk begleitete ihn. Wir saßen ziemlich betröpfelt in der Box, der Hopfentee wollte nicht schmecken und wir diskutierten über den Sinn des Lebens. Irgendwann fuhr Stefan zum Krankenhaus, um die beiden abzuholen. Leider zogen sich die Untersuchungen hin und wir fuhren ohne die drei mit knurrendem Magen in die Innenstadt. Nachdem wir erfahren hatten, dass es Ralf den Umständen entsprechend gut ging, besserte sich unsere Laune. Für Ralf war die Woche gelaufen. Um es vorweg zu nehmen, er bewegte sich die ganze Woche sehr sehr langsam … Aber ich denke mal, das haben wir schon alle einmal durchmachen müssen Cool . Sein Stunt war wenigstens nicht ganz umsonst, dass wird ihn allerdings nicht wirklich trösten. Im Dienste der Wissenschaft habe ich mir die Spuren eingemessen, das Datarecording dazu wird das vorgefundene Spurenbild erklären bzw. bestätigt meine früheren Aussagen bzw. meine früheren Feststellungen bei Unfällen auf der Straße, die dann allerdings nicht so glimpflich und nur mit einem materiellen Schaden abgingen. Derartige Crashversuche möchte ich allerdings nicht noch einmal erleben müssen

 


Antizünd hatte zugeschlagen, aber wir lassen uns nicht unterkriegen … Das sollte das Motto am Mittwoch sein. Im Gegensatz zu den zwei vorherigen Tagen war heute alles trocken und sollte so auch bis zur Ankunft in Deutschland so bleiben Very Happy . Heute sollte meine Kleine neue Socken bekommen. Bis jetzt war ich auf der Hinterhand mit einem Pirelli Supercorsa unterwegs gewesen. Ich war erstaunt, dass ich so viele konstante Runden mit diesem profilierten Teil drehen konnte. Die im Prinzip neuen Pirellis waren auf meiner Kleinen beim Erwerb montiert. Ich bin zwar koi Schwob, aber ich führte die „Orginalbereifung“ trotzdem ihrer Bestimmung zu, nichts desto trotz haben die Reifen meines Vertrauens keine Rillen. Zuerst montierte ich einen Michelin 1847, der schon ein paar Runden auf dem Buckel hatte. Die Rundenzeiten wurden mit einem Schlag besser. Bei meinem letzten Turn mit diesen Socken überholte mich Steven. Beim anschließenden Gespräch in der Boxengasse meinte er, ich bräuchte dringend noch einen anderen Lenkungsdämpfer …. Mit dem ausgelutschten hinteren Socken löste sich die eine oder andere Plombe in meinem Gebiss, dass war ihm anscheinend nicht entgangen Wink . Kurz drauf kam Steven mit einem neuen Lenkungsdämpfer vorbei, nicht nur dass er ein unheimlich lieber Kerl ist, verkaufen tut er anscheinend auch nicht schlecht.
Um 14.00 Uhr war es dann soweit. Ich hatte den neuen Lenkungsdämpfer und einen neuen 1930 montiert. Wie immer enterte ich mit Dirk die Strecke und los ging’s. Ich erwartete eigentlich, dass die Fuhre auch wieder ein bisschen wackeln würde. Aber die Kiste war die Ruhe in Person. Es wurde immer schneller, auf dem Display standen konstante 41er Zeiten und auf einmal war es soweit: Das erste Mal leuchtete die 40 auf dem Display Very Happy . Das Grinsen in meinem Gesicht wurde immer breiter. Und wieder stand eine 40 auf dem Lappenzeiter. Als ich das näxte Mal auf Start-Ziel beschleunigte, stand der spanische Günni mit einer Fahne da, ich machte mich klein und bei der Durchfahrt leuchtete mich eine 40,5 an Cool . Letztes Jahr hatte ich eine Chaos-Runde (die war aber goil !!) mit 40,8 und ein paar 41er. Dieses Jahr waren 41er kein Problem und die 40er gingen auch.





Meine Kleine und ich auf einer der unzähligen Runden mit Dirk und seiner 59er. Die Kleine - obwohl sie eine 24-Hure ist - gehört noch lange nicht zum Altenteil Very Happy (Bild von Stefan Merscheim)

Ansonsten ist nicht viel zu berichten. Ralf bewegte sich relativ langsam durch unsere Gemächer, seine Kiste hatte ziemlich Federn lassen müssen. Die Kleine ist komplett neu einzukleiden …. Web hatte seinen Abflug in die Botanik auch ganz gut verdaut. Junior drehte fleißig seine Runden und von unseren beiden Hamburchern war Jens ziemlich emsig, Carsten hatte einen Ruhetag eingelegt. Um 17.30 ließ ich meine Kleine ausrollen, wechselte die Lederkombi gegen eine kurze Hose und T-Shirt, holte mir einen Hopfentee und genoss mit meinen Aufzündkollegen den sonnigen Abend Very Happy Das Weißbier floss, ich hatte heute nicht die geringste Lust irgendetwas zu schrauben und so wurde es langsam dunkel.
Gegen 21.30 Uhr verließen wir die Örtlichkeit in Richtung Innenstadt. Dirk, Stefan R. und Steven hatten wie jeden Abend viel zu tun und waren dahoim geblieben. Wir schlugen in einer äußerlich unscheinbaren Kneipe auf und bekamen wie jeden Abend ein fürstliches Mal kredenzt. Wie jeden Abend war es ein Schauspiel Carsten und Jens bei der Bestellung zuzuschauen. Jens ist in seinem bürgerlichen Leben, seinen Worten nach glücklich verheiratet und Vater einer Tochter und dürfte daheim mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. An einem Aufzündwochenende ist er offensichtlich mit Carsten verheiratet, bzw. ist Carsten sein Vormund Very Happy . Carsten ist von der Bestellung bis zur Bezahlung für alles zuständig, Jens meint nur: bestell mir was Richtiges oder so ähnlich und Carsten wird aktiv. Auf die Frage, als wir wieder daheim waren, wo wir als näxtes aufzünden könnten meinte Carsten: „Wann wollen wir wo hin? Ich glaube Krause brauche ich nicht zu fragen, der steigt einfach mit ein, solange ich Ihm was zu essen bestelle Smile Kathar soll auch Abends schön sein!“

Ich finde, wir sollten viel mehr aufzünden, wo und wann auch immer


Ready to race !

Es ist Donnerstagmorgen gegen achthundert. In der Blase hat sich mindestens 3,1415 l Flüssigkeit angesammelt und ich habe die Augen schon mindestens 0,34 cm geöffnet. Ich erhebe meinen gestählten Oberkörper, die Beine sind noch im Schlafsack vergraben und ich öffne die rechte Schiebetür von unserem Schlumpfenmobil und versuche das Licht der Welt zu erblicken. Ein Schrei und Zappa springt mit einer Kamera in mein Blickfeld und drückt ab. Ich versuche wie bei einem Blitzomat noch rettend die Hand vor mein zartes, unrasiertes Geicht zu heben, aber zu spät. Der Blitz sprengt meine Pupillen und ich bin für die näxten 34 sec blind. Zappa, diese Aktion ist in meinen Hirnwindungen gespeichert, selbst wenn der Herr Alzheimer mich irgendwann erwischen sollte, ich sage nur: Die Rache ist mein, sprach der Herr, oder so ähnlich Shocked Very Happy Evil or Very Mad
Die nächsten 2 Stunden waren wieder die übliche Routine: Kaffee und Frühstück machen. Anschließend wechselte ich die Felgen, ich wollte mal das Fahrverhalten meiner Kleinen mit Dunloppillen testen. Den ersten Turn um zehnhundert verweigerte ich mangels Streckentemperatur noch, um elfhundert ging ich dann raus. Die Dunlopetten hatten ihren Zenit schon überschritten, es ging im Prinzip nur um eine Machbarkeitsstudie, da Ralf P. die Verwendung dieses schwarzen Goldes mir wärmstens empfohlen hatte. Man merkte sofort, dass die Fuhre ein Tick unruhiger als mit den französischen Gummis ist, aber prinzipiell sollte alles beherrschbar sein. Die Schräglagen nahmen allmählich zu, beim Rausbeschleunigen auf die Startziel geht mir auf einmal die Straße aus und ich muss das Gas zumachen Shocked , oops. Was war das denn? Die Kleine schob über das Vorderrad undefinierbar nach außen. Beim Rausbeschleunigen aus der Hairpin (Turn 4) zieht die Gute stark nach innen, oops, hallo, was ist heute morgen los? Dirk überholte mich irgendwann, ich konnte sein Tempo mit diesen Erlebnissen (es wurde auch nicht besser, ich wusste eigentlich nie, was mich erwartet) nicht mitgehen Sad . In der Box fragte er was los sei, ob ich über Nacht das Fahren verlernt hätte? Ich meinte nur, das ganze sei mir unerklärlich. In der Pause versetzte ich die Fußrasten eine Bohrung höher, da ich nicht mehr wusste wie ich meine Haxen sonst noch verräumen konnte. Um Zölfhundert ging ich mit Dirk wieder raus und alles war gut. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Strecke um 11 noch zu kalt war und noch keinen Grip aufbaute. Die Zeiten waren auf Anhieb wieder im tiefen 41er-Bereich und meine Kleine fuhr dahin, wo ich hinwollte und das mit den ausgelutschten Dunlopellen. Ich denke, das kann eine interessante Saison werden Evil or Very Mad
Um drei war ein kleines Sprintrennen angesagt. Dafür hatte ich wieder auf die französischen Gummis zurückgewechselt, hinten habe ich einen auf schwäbisch gemacht und den 1930 vom Vortag draufgelassen. Wir durften keinen stehenden Start machen, d. h. wir fuhren nacheinander auf die Strecke und nach zwei Warmup-Runden sollte es mit einem fliegenden Start losgehen. Einer der Aufzünder hatte sich anscheinend um eins verzählt (oder bei der Fahrerbesprechung nicht aufgepasst ..) und gab nach einer Runde Feuer. Nachdem sich keiner wehrte, drehte er sich um und ließ sich auf seine ursprüngliche Position zurückfallen. Dann ging es los, ich war auf P 7 oder so ähnlich und die Jungs vor mir gaben richtig Feuer. Ende Start-Ziel haben wir uns sauber einsortiert, in der schnellen Rechts (Turn 3) auf die Hairpin zu schwärmten wir aus, aber es gab keine Positionsverschiebungen. Beim Rausbeschleunigen aus der Aufziehlinks (Turn 5) überholte mich auf einmal mein Hinterrad, ich verlor leicht den Kontakt mit den Fußrasten, die Eier schlugen diesmal nur leicht am Tank auf und schwuppdiwupp war mein Mut für heute gekühlt Shocked Vor mir riss ein Loch auf, dass ich bis zum Ende nicht mehr zu fahren konnte. Papa, da war es wieder. Du hattest dir doch geschworen bei einem Rennen nie mehr am schwarzen Gold zu sparen. Im Rennen – üblicherweise mit einem Stück Holz zwischen den Zähen - geht man halt viel früher und viel härter ans Gas, denn was der Vordermann kann, kann man selber ja auch ….
Von den letzten beiden Turns gibt es im Prinzip nichts zu berichten. Ich fuhr mal die 24-h-Hure und begann zu träumen. Die Kiste fährt im Prinzip wie meine Kleine, nur dass das Öhlinsfahrwerk mit den Carbonfelgen der Hammer ist. Die 59er lenkt ein, als wäre vorne eine Dunlopelle drauf, nur dass da Michelins vorne und hinten drauf waren. Auf der Bremse habe ich noch nie so ein Vertrauen in das Fahrwerk gehabt. Mit meinen Möppies fährt man in die Kurve rein und denkt sich: „Wird schon heben … Cool“, mit der 59er weiß man, dass es heben wird … Cool das Teil !!! Anschließend drehte ich noch ein paar Runden mit der K8. Die Kiste ist auch was Feines. Das Fahrwerk steht der 59 im Prinzip nicht nach, als Krawalltüte ist eine Akra 4-1 drauf, d.h. das Teil sieht nicht wie eine Schubkarre aus …. Der Motor dreht wie eine Turbine, die Sitzposition war allerdings noch serienmäßig, d.h. ich hatte Probleme meine Gräten unterzubringen. Das Teil ist ausbaufähig, aber ich habe den Eindruck, dass der Sprung von K5 auf K7 nicht so groß ist wie von K3 auf K5.
Um 17.30 Uhr erlebten wir wieder einen schönen, sonnigen Abend mit dem einen oder anderen Hopfentee vor unserer Box. Gegen 21.30 Uhr verließen wir die Örtlichkeit in Richtung El Callejon. Diesmal waren wir fast vollständig. Jens mit seinem Vormund Carsten Very Happy , Dirk, Stefan, Stefan R., Jürgen, Web, Junior, Ralf und meiner Einer. Ralf verließ nach seinem Stunt zum ersten Mal die Strecke und „stürzte“ sich in das Nachtleben von Albacete. Er hatte beim Lachen noch ziemliche Schmerzen, d.h. der Arme musste den Abend ziemlich leiden Very Happy. Das Essen war wie immer goil.



Ich liebe dieses Restaurant. Von vorne links im Uhrzeigersinn: Carsten, Jürgen, Stefan, Stefan R. Web, Junior, Ralf, Dirk, mein Platz ist leer (warum eigentlich?), Jens

Einer von Dirks Leitsätzen ist: „das was ich verfahr’ kann ich auch verfressen Very Happy“ Dem ist nichts hinzuzufügen und wir ließen es uns gut gehen. Jürgen trank mindestens zwei Bier und war mal wieder recht schnell angeheitert (um es mal vorsichtig auszudrücken Shocked), hihi. Ich denke, dieses eine Bild sagt alles hehe.



Jürgen nach 2 Bier und einem Glas Rotwein Wink

Irgendwann war dieser Abend dann (leider) auch vorbei und wir ließen die Runde bei mindestens einer Absacker-Hopfenkaltschale in unserer Box ausklingen. Junior wollte noch den bereits weggesackten Jürgen mit seinem Schlafsack an der Decke aufhängen, aber dann hatte er anscheinend doch Mitleid und ließ ihn schlafen … Jürgen weiß wahrscheinlich bis heute nicht, warum er am näxten Morgen mit seiner Matratze in unserer Box aufwachte Very Happy .

Die spanische Woche geht dem Ende zu

Heute morgen wachte ich auf und war leicht melancholisch. Heute sollte der letzte Tag sein. Um Halbzehn war eine Fahrerbesprechung angesagt, langer Rede kurzer Sinn. Jeder bekam ein wunderschönes T-Shirt und wir wollten um dreizehnhundert noch mal ein kleines Rennen fahren Cool.
In der dänischen Nachbarbox waren sie den letzten Abend ziemlich emsig gewesen. Der Coolste von denen hatte am Montagnachmittag seine K5 in der schnellen Rechts (Turn 10) vor der Schikane versenkt und zwar so, dass der Rahmen die Grätsche gemacht hatte, oops. Ein Umstand, der bei der K5 schon das eine oder andere Mal zu beobachten ist Shocked . Jürgen hatte ihnen einen neuen Rahmen besorgt und über DHL herschicken lassen. Die Jungs sollen angeblich die Kiste in 2 Stunden wieder aufgebaut haben. Wenn das stimmt, Respekt davor.
Um zehn ging wieder der Betrieb los, ich wartete wie immer bis um elf. Nach dem Turn wechselte ich die Bremsbeläge und bereitete für hinten einen neuen Reifen vor, noch einmal wollte ich den Fehler nicht machen …. Web und meiner waren heute das erste Mal zusammen unterwegs. Irgendwie haben wir es diese Woche nicht geschafft zusammen unsere Runden zu drehen. Um 5 vor eins stellten wir uns auf, fuhren dann in 5er Gruppen raus und wurden von Jürgen eingesammelt, 2 Warmup-Laps wie gestern, Jürgen fährt in Boxengasse und los geht’s. Von wegen, der Polesetter hatte diesmal beschlossen bis zur Ziellinie die Sache langsam anzugehen … Trotzdem sortierten wir uns sauber in die erste Rechts ein. Dieses Mal hielt der Hinterreifen beim rausbeschleunigen aus Turn 5, ich war wieder irgendwo auf P7. Vor mir war ein kleines Loch, dass ich zu schließen versuchte. Die Startrunde war gleich mal eine 43,6, dann folgte gleich eine 40,6 und ich hoffte jetzt endlich die 39 zu knacken. In der dritten Runde bekam ich auf ein Mal leichte Krämpfe in rechten Unterarm Shocked . Scheiße, ich hatte doch extra meiner Lederkombi im Ellenbogenbereich Stretch einsetzen lassen. Mist ich stellte den Fahrstil auf etwas runder um und haderte mit der Welt. Plötzlich wurde ich überholt, aber der Kollega war nicht wirklich schneller als ich. Die Rundenzeiten stiegen sofort von tiefen 41er auf mittlere 42er, aber ich kam an diesem Kollega nicht mehr vorbei Sad. Nach 4 Runden in den 42ern erinnerte ich mich an Carstens Worte, dass er in Turn 2 länger links bleibt, um es dann mit richtig Schwung in die schnelle Rechts vor der Hairpin reinlaufen zu lassen. Gesagt getan, der Plan funktionierte Cool , ich bremste ihn auf die Hairpin zu aus. Die Zeiten zogen sofort wieder an und ich fuhr tiefe 41er. Gegen Ende machte mein rechter Arm vollends schlapp und ich fuhr nur noch tiefe 42er, auf der kurzen Geraden nach der Schikane zur Rechts auf Start-Ziel konnte ich nicht einmal mehr Vollgas geben Shocked , vielleicht sollte ich die Lederkombi noch einmal umstricken lassen und event. über einen Kurzhuber nachdenken. Dann winkte uns der spanische Mister Pitlanes-End, in Oschershausen auch Günni, genannt ab. Ich war stinkesauer auf mich, mit dem Material hätte die 39 fallen müssen und ich habe es verzockt. Angeblich wären Web und Carsten ziemlich dicht hinter mir gewesen, ich weiß es nicht, da ich mich niemals nicht umdrehe.
Normalerweise falle ich nach einem Rennen immer in ein Motivationsloch, aber auf einmal meinte Dirk er würde jetzt mit Steven Videofahrten machen. Ok, ich zog Helm und Handschuhe an und los ging’s. Ich bekam eine Lehrstunde, was für ein kleines Licht ich bin. Steven hatte eine Kunden-K7 hinten mit einem Pilot Power bestückt und er begann den Kurs mit seinen Gemälden zu verzieren. Beim Anbremsen auf Turn 1 stellte er die Kiste quer, das hätte Old Kevin zur Ehre gereicht. Turn 2 fuhr er beim Umlegen von links nach rechts mal eben auf dem Hinterrad, die Hairpin bremste er wieder quer an. Aus Turn 5 malte er einen 10 cm breiten Strich über ein Länge von knapp 200 m, dabei hob es ihn ab und an mal aus den Fußrasten, aber er ließ nicht locker Cool Cool . So ging es weiter. Auf Start-Ziel stellte er die Kiste quer und verschönerte mit seinem Gemälde die Außencurbs, fast bis zur Wiese. Ich schaute mir das Schauspiel knapp eine halbe Stunde lang an und war sprachlos. In der Box meinte Steven, er hätte manchmal zurückstecken müssen, da es nicht sein Möppie wäre. Also ich habe davon nichts gemerkt. Ach ja, von meinem Krämpfen im rechten Arm war auf einmal nichts mehr zu spüren, ich hätte kotzen können.
Bei den nächsten Turns wiederholte sich das Schauspiel von Steven. Zu den letzten beiden Turns ging Carsten mit uns raus, ich wollte schon die ganze Zeit mal mit den schnellen 600er-Jungs rausgehen, aber irgendwie haben wir das die ganze Woche nicht geschafft Sad . Die Buben fahren eine komplett andere Linie als wir Kilo-Treiber. Carsten und Jens lenken wesentlich später ein. Speziell in der schnellen Rechts (Turn 10 oder auch die Dänenkurve genannt) ballern die Buben rein, dass mir schwindelig wurde. In die Schikane fährt Carsten so eine Art Oschershausen-Linie. Bei einer dieser Aktionen wurde in dieser Ecke mal wieder gelb geschwenkt, der coole Däne hatte seine (neue) K5 wieder versenkt, diesmal war er geschätzt 15 m weiter gekommen, oops. Bei den nächsten Runden versuchte ich meine Linie umzustellen, was mir auch ganz gut gelang. Im letzten Turn war wieder Videofahren angesagt. Ich klemmte mich hinter Carsten und wir enterten die Strecke. Irgendwie waren wir aber für das Videofahren zu schnell und stellten fest, dass wir ein Loch gerissen hatten. Wir ließen uns wieder zurückfallen und Dirk und Stefan überholten uns. Wir zogen wieder an und kreiselten wieder in der Abendsonne von Albacete. Plötzlich ließ Stefan zum Dirk abreißen und wir überholten Stefan, allerdings kam ich im Gegensatz zu Carsten nicht gleich an Stefan vorbei. In Turn 3 holte ich wieder richtig Schwung (danke Carsten Smile ) und bremste Stefan auf die Hairpin aus. Danach versuchte ich das Loch zum Carsten wieder zuzufahren und versuchte Teile von der 600er-Linie einfließen zu lassen. Der Abstand wurde immer geringer und auf einmal leuchtet mich eine 40,9 auf dem Display an *grins*, im gleich Atemzug kam der spanische Günni und winkte uns ab. Ich hätte heulen können. Die 40,9 war im Gegensatz zu den anderen 40er, die ich in den spanischen Asphalt gebrannt hatte, spielerisch zu fahren gewesen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, da hätte noch mehr gehen können. Aber so ist das halt oft im Leben, wenn es am schönsten ist muss man aufhören ….



Isses nicht goil ? Junior, Stefan, Jürgen, Jens (Bild von Stefan Merscheim)

Wieder in der Box kümmerten wir uns um unsere letzten Hopfenteevorräte. Die anderen begannen schon zu packen, wir ließen es gemächlich angehen. Im Gegensatz zu den anderen wollten wir erst morgen früh die spanische Hochebene wieder verlassen. Nachdem die Sonne untergegangen war begannen wir Lego zu spielen und luden den Anhänger. So nach und nach verließen uns die Freunde. Erst Carsten und Jens, dann Dirk, Stefan, Stefan R. und Ralf und dann irgendwann der Siegener Bus. Nachdem wir fertich waren begaben wir uns mit den letzten Mohikanern in das Streckenrestaurant und ließen es uns gut gehen. Irgendwann kam zu dem Bier ein Brandy dazu und irgendwann wollten die Herrschaften die Lokalitäten schließen und wir bekamen nichts mehr zu trinken Sad



Der Abschlussbesprechung im Streckenrestaurant, mein Namensgedächtnis ist nicht das Beste, ich hoffe mit Hilfe von Edith mit der Zeit die Fragezeichen ersetzen zu können Shocked Von unten im Uhrzeigersinn: Stefan’s Nachbar (????), Web, Bladerking, Junior, Bernd, ????, Thomas, Zombie, komisch mein Platz ist wieder leer

Edith sacht: links vom Bernd sitzt Frank und der junge Mann mit den langen grauen Haaren, von dem wir nur den Rücken bewundern können heißt Helmut (Danke Bernd, somit konnte auch diese Frage geklärt werden Embarassed )

Der Rest ist schnell erzählt. Am nächsten Morgen luden wir unser Schlumpfenmobil, gaben gegen achthundert den Boxenschlüssel ab und enterten die Autobahn. Auf einmal war es drei Uhr in der früh und wir schlugen in Odelzhausen auf.

War das eine geile Woche:

- aus meiner K 4,5 war eine vollwertige K 5 geworden, ich hoffe das war der Anfang von einer wunderbaren Beziehung
- die spanische Woche mit Suzuki-Debus ist mit der schönste Aufzündevent, den ich im Jahr erleben darf. Die Mischung aus Anfängern, Profis in einer familiären Veranstaltung ist in dieser Art einzigartig. Habe ich schon gesagt, dass ich für das nächste Jahr fix gebucht habe Very Happy ?
- die Schlumpfenbande ist ne geile Truppe
- Steven, der belgische Öhlinsmann, hat mit seinen stunts einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Seine Arbeit ist nebenbei gemerkt supi ( www.emc37.be Wink )
- ich bin heiß auf die Saison bei Robert, leider kann ich erst in Brünn einsteigen, aber ich freu mich drauf die ganzen Gesichter wieder zu sehen.
- Hoffentlich ist mir keiner böse, falls ich ihn in diesem Bericht nicht namentlich erwähnt habe. Am Ende möchte ich mich ausdrücklich bei den vielen Helferlein der Debus-Truppe bedanken, ohne die die Veranstaltung nicht funktioniert hätte Rock Group

Ich will wieder aufzünden !!!!!!

 

 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30