"Racing is life, everything else is just waiting."
Steve McQueen

Home Erfahrungsberichte Saison 2008 Albacete: Frühlingsfrische
Die Schlümpfe in der Frühlingsfrische von Albacete - Seite 6
Geschrieben von: Papa-Schlumpf   
Donnerstag, den 13. März 2008 um 22:52 Uhr
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Die spanische Woche geht dem Ende zu

Heute morgen wachte ich auf und war leicht melancholisch. Heute sollte der letzte Tag sein. Um Halbzehn war eine Fahrerbesprechung angesagt, langer Rede kurzer Sinn. Jeder bekam ein wunderschönes T-Shirt und wir wollten um dreizehnhundert noch mal ein kleines Rennen fahren Cool.
In der dänischen Nachbarbox waren sie den letzten Abend ziemlich emsig gewesen. Der Coolste von denen hatte am Montagnachmittag seine K5 in der schnellen Rechts (Turn 10) vor der Schikane versenkt und zwar so, dass der Rahmen die Grätsche gemacht hatte, oops. Ein Umstand, der bei der K5 schon das eine oder andere Mal zu beobachten ist Shocked . Jürgen hatte ihnen einen neuen Rahmen besorgt und über DHL herschicken lassen. Die Jungs sollen angeblich die Kiste in 2 Stunden wieder aufgebaut haben. Wenn das stimmt, Respekt davor.
Um zehn ging wieder der Betrieb los, ich wartete wie immer bis um elf. Nach dem Turn wechselte ich die Bremsbeläge und bereitete für hinten einen neuen Reifen vor, noch einmal wollte ich den Fehler nicht machen …. Web und meiner waren heute das erste Mal zusammen unterwegs. Irgendwie haben wir es diese Woche nicht geschafft zusammen unsere Runden zu drehen. Um 5 vor eins stellten wir uns auf, fuhren dann in 5er Gruppen raus und wurden von Jürgen eingesammelt, 2 Warmup-Laps wie gestern, Jürgen fährt in Boxengasse und los geht’s. Von wegen, der Polesetter hatte diesmal beschlossen bis zur Ziellinie die Sache langsam anzugehen … Trotzdem sortierten wir uns sauber in die erste Rechts ein. Dieses Mal hielt der Hinterreifen beim rausbeschleunigen aus Turn 5, ich war wieder irgendwo auf P7. Vor mir war ein kleines Loch, dass ich zu schließen versuchte. Die Startrunde war gleich mal eine 43,6, dann folgte gleich eine 40,6 und ich hoffte jetzt endlich die 39 zu knacken. In der dritten Runde bekam ich auf ein Mal leichte Krämpfe in rechten Unterarm Shocked . Scheiße, ich hatte doch extra meiner Lederkombi im Ellenbogenbereich Stretch einsetzen lassen. Mist ich stellte den Fahrstil auf etwas runder um und haderte mit der Welt. Plötzlich wurde ich überholt, aber der Kollega war nicht wirklich schneller als ich. Die Rundenzeiten stiegen sofort von tiefen 41er auf mittlere 42er, aber ich kam an diesem Kollega nicht mehr vorbei Sad. Nach 4 Runden in den 42ern erinnerte ich mich an Carstens Worte, dass er in Turn 2 länger links bleibt, um es dann mit richtig Schwung in die schnelle Rechts vor der Hairpin reinlaufen zu lassen. Gesagt getan, der Plan funktionierte Cool , ich bremste ihn auf die Hairpin zu aus. Die Zeiten zogen sofort wieder an und ich fuhr tiefe 41er. Gegen Ende machte mein rechter Arm vollends schlapp und ich fuhr nur noch tiefe 42er, auf der kurzen Geraden nach der Schikane zur Rechts auf Start-Ziel konnte ich nicht einmal mehr Vollgas geben Shocked , vielleicht sollte ich die Lederkombi noch einmal umstricken lassen und event. über einen Kurzhuber nachdenken. Dann winkte uns der spanische Mister Pitlanes-End, in Oschershausen auch Günni, genannt ab. Ich war stinkesauer auf mich, mit dem Material hätte die 39 fallen müssen und ich habe es verzockt. Angeblich wären Web und Carsten ziemlich dicht hinter mir gewesen, ich weiß es nicht, da ich mich niemals nicht umdrehe.
Normalerweise falle ich nach einem Rennen immer in ein Motivationsloch, aber auf einmal meinte Dirk er würde jetzt mit Steven Videofahrten machen. Ok, ich zog Helm und Handschuhe an und los ging’s. Ich bekam eine Lehrstunde, was für ein kleines Licht ich bin. Steven hatte eine Kunden-K7 hinten mit einem Pilot Power bestückt und er begann den Kurs mit seinen Gemälden zu verzieren. Beim Anbremsen auf Turn 1 stellte er die Kiste quer, das hätte Old Kevin zur Ehre gereicht. Turn 2 fuhr er beim Umlegen von links nach rechts mal eben auf dem Hinterrad, die Hairpin bremste er wieder quer an. Aus Turn 5 malte er einen 10 cm breiten Strich über ein Länge von knapp 200 m, dabei hob es ihn ab und an mal aus den Fußrasten, aber er ließ nicht locker Cool Cool . So ging es weiter. Auf Start-Ziel stellte er die Kiste quer und verschönerte mit seinem Gemälde die Außencurbs, fast bis zur Wiese. Ich schaute mir das Schauspiel knapp eine halbe Stunde lang an und war sprachlos. In der Box meinte Steven, er hätte manchmal zurückstecken müssen, da es nicht sein Möppie wäre. Also ich habe davon nichts gemerkt. Ach ja, von meinem Krämpfen im rechten Arm war auf einmal nichts mehr zu spüren, ich hätte kotzen können.
Bei den nächsten Turns wiederholte sich das Schauspiel von Steven. Zu den letzten beiden Turns ging Carsten mit uns raus, ich wollte schon die ganze Zeit mal mit den schnellen 600er-Jungs rausgehen, aber irgendwie haben wir das die ganze Woche nicht geschafft Sad . Die Buben fahren eine komplett andere Linie als wir Kilo-Treiber. Carsten und Jens lenken wesentlich später ein. Speziell in der schnellen Rechts (Turn 10 oder auch die Dänenkurve genannt) ballern die Buben rein, dass mir schwindelig wurde. In die Schikane fährt Carsten so eine Art Oschershausen-Linie. Bei einer dieser Aktionen wurde in dieser Ecke mal wieder gelb geschwenkt, der coole Däne hatte seine (neue) K5 wieder versenkt, diesmal war er geschätzt 15 m weiter gekommen, oops. Bei den nächsten Runden versuchte ich meine Linie umzustellen, was mir auch ganz gut gelang. Im letzten Turn war wieder Videofahren angesagt. Ich klemmte mich hinter Carsten und wir enterten die Strecke. Irgendwie waren wir aber für das Videofahren zu schnell und stellten fest, dass wir ein Loch gerissen hatten. Wir ließen uns wieder zurückfallen und Dirk und Stefan überholten uns. Wir zogen wieder an und kreiselten wieder in der Abendsonne von Albacete. Plötzlich ließ Stefan zum Dirk abreißen und wir überholten Stefan, allerdings kam ich im Gegensatz zu Carsten nicht gleich an Stefan vorbei. In Turn 3 holte ich wieder richtig Schwung (danke Carsten Smile ) und bremste Stefan auf die Hairpin aus. Danach versuchte ich das Loch zum Carsten wieder zuzufahren und versuchte Teile von der 600er-Linie einfließen zu lassen. Der Abstand wurde immer geringer und auf einmal leuchtet mich eine 40,9 auf dem Display an *grins*, im gleich Atemzug kam der spanische Günni und winkte uns ab. Ich hätte heulen können. Die 40,9 war im Gegensatz zu den anderen 40er, die ich in den spanischen Asphalt gebrannt hatte, spielerisch zu fahren gewesen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, da hätte noch mehr gehen können. Aber so ist das halt oft im Leben, wenn es am schönsten ist muss man aufhören ….



Isses nicht goil ? Junior, Stefan, Jürgen, Jens (Bild von Stefan Merscheim)

Wieder in der Box kümmerten wir uns um unsere letzten Hopfenteevorräte. Die anderen begannen schon zu packen, wir ließen es gemächlich angehen. Im Gegensatz zu den anderen wollten wir erst morgen früh die spanische Hochebene wieder verlassen. Nachdem die Sonne untergegangen war begannen wir Lego zu spielen und luden den Anhänger. So nach und nach verließen uns die Freunde. Erst Carsten und Jens, dann Dirk, Stefan, Stefan R. und Ralf und dann irgendwann der Siegener Bus. Nachdem wir fertich waren begaben wir uns mit den letzten Mohikanern in das Streckenrestaurant und ließen es uns gut gehen. Irgendwann kam zu dem Bier ein Brandy dazu und irgendwann wollten die Herrschaften die Lokalitäten schließen und wir bekamen nichts mehr zu trinken Sad



Der Abschlussbesprechung im Streckenrestaurant, mein Namensgedächtnis ist nicht das Beste, ich hoffe mit Hilfe von Edith mit der Zeit die Fragezeichen ersetzen zu können Shocked Von unten im Uhrzeigersinn: Stefan’s Nachbar (????), Web, Bladerking, Junior, Bernd, ????, Thomas, Zombie, komisch mein Platz ist wieder leer

Edith sacht: links vom Bernd sitzt Frank und der junge Mann mit den langen grauen Haaren, von dem wir nur den Rücken bewundern können heißt Helmut (Danke Bernd, somit konnte auch diese Frage geklärt werden Embarassed )

Der Rest ist schnell erzählt. Am nächsten Morgen luden wir unser Schlumpfenmobil, gaben gegen achthundert den Boxenschlüssel ab und enterten die Autobahn. Auf einmal war es drei Uhr in der früh und wir schlugen in Odelzhausen auf.

War das eine geile Woche:

- aus meiner K 4,5 war eine vollwertige K 5 geworden, ich hoffe das war der Anfang von einer wunderbaren Beziehung
- die spanische Woche mit Suzuki-Debus ist mit der schönste Aufzündevent, den ich im Jahr erleben darf. Die Mischung aus Anfängern, Profis in einer familiären Veranstaltung ist in dieser Art einzigartig. Habe ich schon gesagt, dass ich für das nächste Jahr fix gebucht habe Very Happy ?
- die Schlumpfenbande ist ne geile Truppe
- Steven, der belgische Öhlinsmann, hat mit seinen stunts einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Seine Arbeit ist nebenbei gemerkt supi ( www.emc37.be Wink )
- ich bin heiß auf die Saison bei Robert, leider kann ich erst in Brünn einsteigen, aber ich freu mich drauf die ganzen Gesichter wieder zu sehen.
- Hoffentlich ist mir keiner böse, falls ich ihn in diesem Bericht nicht namentlich erwähnt habe. Am Ende möchte ich mich ausdrücklich bei den vielen Helferlein der Debus-Truppe bedanken, ohne die die Veranstaltung nicht funktioniert hätte Rock Group

Ich will wieder aufzünden !!!!!!

 



 

Termine 2010

  • 29.03. - 01.04. Alcarras
  • 07.05. - 09.05. Most
  • 11.06. - 13.06. Brno
  • 25.06. - 27.06. Pannonia
  • 16.07. - 18.07. Slovakia
  • 21.08. - 22.08. Lausitz
  • 17.09. - 19.09. Most

prospeed racer cup 2010

SPORTBIKES (nach 11 von 11 Rennen)
1. Carsten Thiemann
204
2. Tom Gasteiger
167
3. Jens Krause
126
4. David Pfitzner
106
5. Martin Jochum
48
6. Peter Greppmair
41
7. Barbara Pulfer 39
8. Tom Wagenhofer 30